Tagebuch über den Leidensweg von Ovid |
Silke

Cowgirl mit großem Hundeherz
 

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Unsere Tiere: Hund (CKSCS),Pferd (QH), 2 Kaninchen Herkunft: Mönchengladbach
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Tagebuch über den Leidensweg von Ovid |
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Tagebuch über den Leidensgang von Ovid:
11.09.2007:
Fahre wie immer mit Ovid mit dem Fahrrad. Ovid kommt nicht hinterher, sondern bleibt verrenkt stehen. Beide Vorderpfoten in die Höhe gerichtet, die Augen weit aufgerissen. Kann keinen Meter mehr gehen. Ihn also in den Hundekorb gesetzt und nach Hause. Zu Hause ist der Anfall vorüber. Denke, dass er sich versprungen hat. Also mit dem Auto zur Kackmeile und eine Runde Bällchen spielen. Dto. wieder so ein Anfall. Also Hund auf den Arm und zurück zum Auto tragen.
Denke mir wieder nichts dabei, beobachte ihn aber genau.
13.09.2007:
Am Vortag keine Anzeichen von Anfall etc.
Verhält sich unauffällig.
7.00 Uhr morgens, Ovid kann keinen Meter mehr laufen. Vorderbeine in die Luft und Verrenkung bis in die Schwanzspitze. Sofort Tierklinik angerufen und dorthin. Nach 1 Std. Wartezeit kann der Arzt leider nichts feststellen. Also nach Hause. Kaum zu Hause angekommen; klingelt der Bofrost -Mann. Ovid hektisch die Treppe runter und schon wieder einen Anfall. Diesmal so schlimm, dass er versucht die Treppe raufzukommen und dabei wie ein Maikäfer die 2 Stufen rückwärts runter rasselt. Also wieder in die Tierklinik. Vor dem behandelnden Arzt bekommt Ovid gottseidank wieder so einen Anfall, so dass sich der TA ein Bild machen kann. Er erklärt, dass dies ein neurologisches Problem sei. Um die Diagnose stellen zu können, müsste aber Blut abgenommen werden und über Ausschlussverfahren die Diagnose gestellt werden. Sollte sich darüber nichts ergeben, ab ins MRT.
Ovid wird dort behalten, mit Cortison zugeschüttet. Die Ergebnisse wären erst Montag da gewesen und der Arzt in Urlaub. Na Prima!
Er gab mir aber den Rat, die Züchterin zu kontaktieren und dort nach spezifischen Krankheiten bei Cavalieren zu erfragen. Frau Asche war gottseidank auch zugegen. Sie erklärte, dass sie vor vielen Jahren einmal eine Hündin hatte, die mit 9 Monaten eingeschläfert werden musste, weil sie "vermutlich" das Arnold-Chiari-Syndrom hatte. Sie bestätigte, dass die Erkrankung wie bei Ovid einherging, leider aber auch mit lautem Geschrei und Gejunke des Hundes, was einfach nicht auszuhalten war. Bestätigt wurde die Krankheit bei dem kleinen Cavalier nie, da nicht obduziert.
Daraufhin sofort an den Computer und in Google Arnold-Chiari-Syndrom eingegeben.
Da, ich wurde fündig. Dank Frau Lauritsen vom CCD, die einen Artikel darüber ins Internet gestellt hatte. Die Beschreibung passte.
Weiterhin gab Frau Asche mir den Tipp mit der Vet. Uni Giessen. Also, Internet, Nummer raussuchen und los gehts. Pustekuchen. Gar nicht so einfach. Tausend Verbindungen, jedesmal falsche Nummer. Habe dann in Castrop-Rauxel, einer Tierklinik, die auch MRT für Cavaliere anbietet, angerufen und die Dame konnte mir die richtige Nummer von der Neuro-Chirurgie nennen. Jipppiiiihhh!
Also auf ein neues. Endlich einen zuständigen Mitarbeiter am Fon. Er versprach mit Herrn Dr. Schmidt zu sprechen, wegen eines Termins für MRT.
Sofort aufgemacht zur Tierklinik. Wieder ewiges Warten. Dann endlich TA für Gespräch. Leider hatte sich der vorbehandelnde TA schon in Urlaub verdrückt. Also nun eine Tierärztin!!!
Ich zeigte ihr die Ausdrucke aus dem Internet und erklärte ihr meinen Krankheits-Verdacht.
Sie erklärte, dass sie von dieser Krankheit zwar schon gehört, aber leider noch nie einen Hund mit solcher gesehen hätte.
Während des Gesprächs Anruf aus Giessen. Ich sollte mit Ovid am nächsten Tag, also 14.09.2007 um 9.00 Uhr vor Ort vorstellig werden, damit ein MRT von Ovid´s Kopf erstellt werden kann.
Hund also aus Tierklinik mitgenommen und ab nach Hause. Per Ferndiagnose noch Tabletten bekommen (Gabapentin), damit die Anfälle aufhören.
Bis dahin hatten wir schon eine Menge Geld gespart. Hätten wir nicht den Hinweis auf die Erkrankung bekommen, wären wir für Blutuntersuchung schon 250 € losgeworden und für das nachfolgende MRT noch mal 450 €, also summa summarum 700 €
14.09.2007
Um 6.00 Uhr auf nach Giessen. Ovid geht es gar nicht gut. Er leidet unendlich. Um 8.30 Uhr endlich in Giessen eingetroffen und den Weg der Aufnahme, Ausfüllen etc. genommen.
Um 9.45 Uhr ist es soweit, Ovid wird mir abgenommen, damit er ins Koma gelegt werden kann. Banges warten. Frühstücken gehen in der Kneipe um die Ecke. 12.00 Uhr zurück und nachfragen, wie es ihm geht.
Es geht ihm gut, hat alles gut überstanden. Nun muss er nur noch wach werden. Und das dauert.
Endlich um 15.00 Uhr ist es soweit, ich kann zum Gespräch mit Herrn Dr. Schmidt.
Tja, es war eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht, er kann noch operiert werden und somit die Erkrankung gestoppt, aber nicht geheilt werden.
Die schlechte Nachricht: er muss operiert werden, ansonsten hätte er nur noch knapp 1/2 - 1 Jahr zu leben. Die Chance noch eher zu sterben war bei ihm auch gegeben, da der Liquor schon auf gut 15 cm im Rückenmarkkanal gestaut war. Herr Dr. Schmidt erklärte, wenn der Liquor erstmal am Ende des Rückenmarkkanals angekommen, gestaut ist, kann er nicht mehr gerettet werden. Dann wäre eine OP unmöglich.
Der OP Termin wurde auf den 5.11.07 festgelegt. Eher ging es erstmal nicht, weil Herr Dr. Schmidt für 6 Wochen (ab dem darauffolgenden Montag) in die Schweiz zum referieren musste.
Zur Überbrückung bekommt Ovid Diamox und Gabapentin.
Diamox ist zum Senken des Liquors und Gabapentin ist ein klassisches Medikament aus der Humanmedizin gegen epileptische Anfälle.
15.09.2007
Morgens sofort zum behandelnden TA und ihm Ovid vorgestellt. Man glaubt es kaum, aber er kannte die Krankheit, da er seit April einen Malteser-Mix behandelt. Er hatte sich auch mit Giessen deswegen in Verbindung gesetzt. Vor allen Dingen aber, weil Herr Prof. Dr. Kramer ein Studienkollege seiner Frau war. Sie kontaktierte ihn, weil sie im Falle des Maltesers nicht mehr weiter wusste.
BINGO! Endlich mal einer, der sich auskennt.
Leider schlugen die Tabletten nicht sofort an, so dass ich jeden Tag zum TA musste, um Cortison zusätzlich spritzen zu lassen.
19.09.2007
Ovid befindet sich nun auf dem Höhepunkt seiner Anfälle. Trotz Medikamente und Cortison wird es einfach nicht besser. Ich führte eine langes Gespräch mit Frau Dr. Johnen, die sich Ovids Leid sehr lieb annahm und mich versuchte zu beruhigen.
Trotz alledem spitzte sich die Situation von Tag zu Tag zu. Mein Tierarzt empfahl mir nicht länger auf einen OP Termin zu warten, sondern noch mal Giessen zu kontaktieren und sobald als möglich einen OP Termin zu bekommen.
Am 01.10.2007 war es dann soweit. Das Wochenende war nach vielen auf und ab´s eine Katastrophe. Ich rief in Giessen an und hatte Frau Dr. Kromann am Apparat, die auch schon beim MRT dabei war. Sie erklärte mir, dass sie versuchen würde, mit Herrn Prof. Dr. Kramer zu sprechen, um einen OP Termin bei ihm zu bekommen. Noch keine 10 Minuten später rief sie zurück zu erklärte, dass ich tausend Glück gehabt hätte, weil Herr Prof. Dr. Kramer aufgrund von Semesterferien Zeit hätte, Ovid zu operieren.
OP Termin: 04.10.2007
Endlich!
03.10.2007
Ovid nach Giessen bringen! Um 15.00 Uhr wurde er erwartet und übernommen. Ab jetzt sollte er für 8 - 12 Tage, je nach dem Grad der Besserung in der Klinik bleiben. Fahren mit Bauschschmerzen ohne Ovid nach Hause.
04.10.2007
Wachen morgens unausgeschlafen auf. Fehlt uns doch der kleine Troll schon jetzt. OP ist angesetzt für 09.00 Uhr. Bekommen kein Frühstück runter, warten auf Nachricht, die gegen Mittag kommen soll.
Es wird Mittag. Keiner ruft an. Schwitz!
Gegen 14.00 Uhr endlich der ersehnte Anruf. Ovid geht es gut, er erholt sich noch von der schweren OP und schläft noch tief und fest.
Die OP war geglückt. Das Kleinhirn (lt. Frau Kromann) war erheblich gequetscht, so dass es schon blau angelaufen war. Der Überdruck im Kleinhirn war merklich, als der Hinterhauptsknochen entfernt wurde. Sie erklärte, dass es Rettung in aller letzter Sekunde war. Noch mal einen Monat hätte der junge Mann nicht durchgestanden.
05.10.2007
Jeden Tag telefonieren wir mit Giessen. Ovid´s Zustand wird von Stunde zu Stunde stabiler, und er fehlt uns von Stunde zu Stunde mehr.
08.10.2007
Die Überraschung!! Anruf aus Giessen. Erst total erschrocken, weil sie sich nur melden wollten, wenn etwas unvorhergesehens passiert.
Tja, dann die Auflösung. Wir könnten Ovid noch am selben Tag bis 16.00 Uhr abholen. Ihm ginge es so gut, dass man auf 10 Tage Klinik verzichten könne.
Also, sofort den Mann von der Arbeit weggeklingelt, Kind und Kegel eingepackt und Hund abgeholt.
Was uns dann da übergeben wurde, sah nicht mehr aus wie unser Ovid. Rasiert bis in den Nacken, mit Jod orange eingesaut, riesen Narbe auf dem Kopf bin in den Nacken und total benommen. Ich hab geheult.
Tja, aber nach dem ersten Schock war ich doch froh, denn nun hat der Männe wieder ein paar Jahre geschenkt bekommen. Eigentlich hat er jetzt 2 X Geburtstag im Jahr, nämlich am 10.08. und am 04.10.
Er war wie gesagt super benommen. Auf einem Rastplatz haben wir dann mal angehalten, damit er sich erleichtern konnte. Bis dahin hat er mehr oder weniger vor sich hin gedröhnt und gar nicht kapiert, dass er wieder bei uns war.
Erst auf dem Rastplatz, als mein Mann ihn "Männe, komm mal zu mir" rief, ging es durch Ovid´s Mark und Bein. Er rannte auf Frank zu und sprang, so gut er konnte, an ihm hoch und freute sich wie ein Schneekönig.
Zuhause musste er noch 14 Tag Boxenruhe einhalten. Da er aber nicht zu den agilsten Hunden zählt und sich auch aufgrund seiner Schmerzen noch ruhig verhielt, haben wir ihn so gelassen, wie er selber konnte. Wegsperren war und ist nicht, da er als Second-Hand-Hund damit bei seinem Vorbesitzer keine guten Erfahrungen gemacht hatte. Er wurde da jeden Tag für viele Stunden in einer Transportbox oder Küche weggesperrt. Wegen der teueren Möbel usw.
Na ja, Ende gut alles gut?????
Es geht noch weiter. Aber das erzähle ich euch ein ander mal
Viel Spass beim Lesen und wir hoffen, dass sich das bei einem anderen Hund (andere Rassen sind ja auch betroffen) niemals so abspielen muss, wie bei Ovid. Dass die Krankheit ernst genommen wird und die Symptome durch Aufklärung rechtzeitig erkannt werden.
Das wünscht sich
Eure Silke und natürlich Ovid
__________________ Hundeleben sind zu kurz.
Das ist wirklich ihr einziger Fehler
-Agnes Sligh Turnbull-
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29.07.2010 20:51 |
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Silke

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| Schwedische Studie zur Kopfform/SM-Korrelation |
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schwedische Studie zur Kopfform/SM- Korrelation
Eine Chiari Typ I Mißbildung ist ein Zustand bei Menschen, charakterisiert von einer kleinen hinteren Schädelgrube, absteigende Hernie der cerebralen Tonsillen, großem Hinterhauptsloch und Störungen des cerebrospinalen Flüssigkeitsbewegungen.
Syringohydromyelie wird oft bei Patienten mit Chiari Typ I beobachtet.
Syringomyelie ist charakteristisch mit Flüssigkeits-gefüllten Aushöhlungen im Spinalkanal.
In letzter Zeit wurde ein gleichartiger Zustand des Chiari Typ I bei Hunden bemerkt, meistens in der Rasse Cavalier King Charles Spaniel (CKCS). Dieser Zustand bei den Hunden wird normalerweise verkleinerter Hinterhauptsknochen genannt.
Das Ziel der Studie war zu untersuchen, ob es einen Unterschied gibt in der Form der caudalen Grube zwischen dem CKCS, Kleinhunderassen mit einer gleichartigen Kopfform und Hunden mit einer normalen Kopfform und wenn, ob die hintere Kopfform im Zusammenhang steht mit der Form des Kopfes mit steilem Hinterhaupt.
Andere Ziele der Studie war es, das Nervengewebe im großem Hinterhauptsloch zu untersuchen in allen Rassen, das Ausmaß der Syringohydromyelie und welches Ausmaß der Mißbildung für welche neurologischen Zeichen die Ursache ist.
Bei Autopsien wurden Hundeschädel in Hälften zerteilt und die Position des Hirns im Vergleich zum großem Hinterhauptsloch untersucht. Der Grad des Nervengewebes wurde bestimmt.. Basierend auf dieser Form der caudalen Grube wurde klassifiziert in normal, mögliche verkleinerter Hinterhauptknochen oder verkleinerter Hinterhauptknochen.
Der zervikale Spinalkanal wurde extrahiert und untersucht auf Syringohydromyelie.
Um zu bestimmen, welche Missbildung der Grund für neurologische Anzeichen war, wurden die medizinsischen Aufzeichnungen über die Patienten mit verkleinertem Hinterhauptknochen oder möglichem verkleinerten Hinterhauptknochen untersucht.
In den Fällen, in denen die medizinischen Aufzeichnungen keine Informationen enthielten, wurden die Hundebesitzer kontaktiert und es wurde erfragt, ob neurologische Zeichen zu bemerken waren.
Diese Studie zeigte, dass es einen Unterschied in der Form der caudalen Grube zwischen den Hunden mit einer normalen Kopfform und den Kleinhunden mit einem steilen Hinterhaupt gab. Das belegt, dass der verkleinerte Hinterhauptknochen im Zusammenhang mit der Kopfform steht, wenn das Hinterhaupt steil ist und die Missbildung innerhalb der Rassen vorkommt.
Die Studie zeigte außerdem, das der verkleinerte Hinterhauptknochen. nicht zwangsläufig der Grund für Syringohydromyelie ist.
Nur einer der Hunde mit verkleinertem Hinterhauptknochen. oder möglicher verkleinerten Hinterhauptknochen. zeigte neurologische Zeichen die sicher in Zusammenhang mit der Missbildung stehen.
Dieses Resultat gibt darüber hinaus Hinweise zu bisherigen Studien, die angeben, dass verkleinerte Hinterhauptknochen ohne erkennbare Symptome erscheinen.
Keywords: occipital hypoplasi, syringohydromyeli, neurologi, Chiari-missbildning
Faculty: Faculty of Veterinary Medicine and Animal Science
Series.: Examensarbete (Sveriges lantbruksuniversitet, Fakulteten för veterinärmedicin och husdjursvetenskap, Veterinärprogrammet)
ISSN: 1652-8697
Volume: 2006:51
Number of pages: 19
Year of publication: 2006
Language: swe
ID Code: 866
Deposited By: Spångberg, Camilla
Deposited On: 07 February 2006
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Das ist wirklich ihr einziger Fehler
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30.07.2010 08:34 |
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| 15.02.2008 Ovid geht es "gut" |
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Ovid geht es mittlerweile wieder so gut, dass er am Leben teilhaben kann. D.h. Bällen/Stöcken etc. hinterherlaufen, mit mir joggen, mit anderen Hunden toben......
Das war wie schon erwähnt ab Juni /Juli 2007 nicht mehr der Fall. Er hatte sich quasi immer mehr zurückgezogen.
Meine Freundin arbeitet beim DRK und ist dort zuständig für Hausnotrufe. Bei einem Anschluss lernte sie einen älteren Herrn kennen, der auch "Wasserkopf" hat. Er erklärte ihr auf nachfrage, wie sie die Krankheit äußert, dass er oft schwindel hätte und einen Kopfschmerz, als wenn man ihm einen Eisenring um den Kopf gelegt hätte und ihn immer fester zuzieht.
Sollten die Schmerzen bei Ovid ähnlich gelagert gewesen sein, kann man sich vorstellen, dass er zu nichts mehr Lust hatte.
Aber dies ist gottseidank vorbei.
Er flitzt wieder mit anderen Hunden um die Wette und auch sonst ist er gut drauf.
Das einzige was mir kopfzerbrechen macht ist, dass er die ganzen Medikamente schlucken muss.
Jetzt hat er sich auch noch eine Kehlkopfentzündung eingehandelt und da kommt noch täglich eine Antibiotikatblette zu.
Wir warten immer noch auf einen Kontrolltermin in Giessen für ein MRT. Sozusagen Vorher- Nachher-Bilder.
Nächste Woche Freitag wird er von einer Homöopathin begutachtet und wir beginnen damit, die inneren Organe, Herz-Lunge und Immunsystem aufzubauen bzw. werden wir anfangen mit Präparaten zur Entgiftung und natürlich auch für den Streßabbau. Den hat er natürlich bisweilen immer noch, aber es gibt (Engystol) Mittel, die dies unterstützen.
Wenn es so bleibt wie es ist, bzw. ein wenig besser wird, sind wir eigentlich zufrieden.
Das Kratzen wird er ein Leben lang nicht lassen, das hatte man uns in Giessen schon gesagt, aber wenn es nur das ist, damit kann ich und ich glaube auch Ovid leben.
Werde aber immer mal wieder berichten, wie er sich macht und natürlich, was die Homöopathin zu der ganzen Sache und natürlich zu Ovids Befinden sagt.
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30.07.2010 08:40 |
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| 11.06.2008 - Ein halbes Jahr nach der OP - |
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So, nun ist es ein halbes Jahr her, dass Ovid unter dem Messer lag.
Die Tabletten Gabapentin 100 mg, 2 X tägl. und Diamox 1/4 Tabl. 2 X tägl. hat er nun die ganze Zeit über erhalten.
Nebenher haben wir homöopathisch die Leber- und Nierentätigkeit unterstützt.
Seit nunmehr 3 Wochen bekommt Ovid - versuchsweise - keine Tabletten mehr, da wir festgestellt hatten, dass sich sein Zustand mit oder ohne Tabletten gleich verhielt.
Nachdem er sich letzte Woche dennoch noch mal stark gekratzt und geschubbelt hatte, gab ich ihm die übliche Dosis zur Nacht.
In den frühen Morgenstunden fing Ovid an zu kollabieren. Er bekam kaum noch Luft und er war sehr verstört. Wir gehen davon aus, dass er die Tabletten nicht vertragen hat. Da wir noch nicht beim MRT waren, ist dies eine riskante Sache, da wir nicht wissen, inwieweit sich der Liquor anstaut. Es ist ein Versuch. Das die Tabletten solche Auswirkung gemacht haben, sehe ich eher positiv, da sein Körper regelrechte Abwehrhaltung gegen die Wirkstoffe gezeigt hat.
Solange er ohne Tabletten kann, werden wir es durchziehen, da die Nebenwirkungen nicht unerheblich sind. Weiter steht Diamox im Verdacht, nach ca. 6 Wochen nicht mehr wirkungsvoll zu sein. Daher muss dann mit Furosimid weitergearbeitet werden, um dann nach einer gewissen Pause wieder Diamox verabreichen zu können.
Zur Zeit geht es Ovid ohne die Tabletten super gut. Er ist verspielt, kaum abgeschlafft und kam gegen die Hitze und die Wetterwechsel besser an als mit Tabletten.
Im kommenden September / Oktober wollen wir ihn noch mal scannen lassen und werden dann letztendlich wissen, inwieweit die OP geholfen hat. Fest steht, dass das Kleinhirn nicht mehr gequetscht wird und auch die Ausfallerscheinungen (im Kreis laufen und sich kratzen) haben spürbar nachgelassen und passieren nur noch alle paar Wochen.
Auch der zweite Hund - Bruci - hat viel zur Genesung beigetragen. Ovid ist abgelenkt und nie alleine. Die beiden harmonieren gut zusammen. Ich habe das Gefühl, dass Ovid wesentlich stressresistenter durch Bruci geworden ist. Aber auch Bruci profitiert von Ovid. Er ist auch nie alleine und hat seinesgleichen als Gesellschaft.
Wenn Ovid seine Attacken bekam, war Bruci sofort zur Stelle und hat Ovid durch seine Anwesenheit beruhigt.
Wir hoffen, dass Ovid´s Zustand sich noch weiter verbessert und er Ur-alt mit dieser Erkrankung werden kann. Im Moment sieht alles danach aus.
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30.07.2010 08:45 |
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September 2008:
Ein Jahr ist nun vergangen, seit Ovid die Krampfanfälle bekam. Zwischendurch hatte er leider mit seinem Immunsystem zu kämpfen. Über Zwingerhusten, Magen-Darm-Probleme, war soweit alles dabei.
Mit Zylexis haben wir das aber gut in den Griff bekommen.
Ovid´s Zähne waren auch nicht die besten, so dass wir uns für eine Zahnsanierung entschließen mussten. Mehrere Zähne waren faul bzw. schon am Eitern. Ob das auf die Medikamente und die Immunprobleme zu schließen war, bleibt offen.
Die behandelnde Tierärztin wollte den Eingriff aber nicht ohne mein Beisein durchführen. Ihr war das aufgrund der SM - Vorerkrankung einfach zu heikel. So blieb ich dann dabei und es ist GsD gut gegangen. Der Eingriff war schnell vorüber und die Narkose so flach wie möglich.
Leider hat Ovid auch eine verkrüppelte Analdrüse, so dass sie sich häufig entzündet. Auch da hatten wir wieder Probleme und so musste er im Oktober, einen Monat nach der Zahnsanierung wieder unter das Messer. Die Analdrüse wurde geweitet.
Ansonsten geht es ihm weiter relativ gut, bis auf das Schubbeln und Teppiche aufkratzen sowie das Getacker mit den Hinterläufen auf der Erde.
Aber das, so wurde mir ja vor der OP erklärt, würde er nie mehr lassen.
Inwieweit er dabei Schmerz empfindet, können wir nicht ermessen. Dass er einen enormen Kopfdruck hat, lässt sich nicht von der Hand weisen, denn sonst würde er nicht massiv und mit viel Druck den Kopf über den Boden reiben.
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31.07.2010 09:28 |
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Noch mal was Neues von Ovid:
Bisher ist er seit der letzten OP von operationen verschont worden.
Nur die Augenentzündungen machen mir Sorge. Ständig hat er knallrot, entzündete Augen. Ob das vom Kopfdruck kommt?
Fakt ist, Wetterwechsel nimmt Ovid nicht so gelassen wie Bruci. Er hat damit zu kämpfen.
Sobald sich das Wetter ändert - von warm zu kalt oder von kalt zu warm - tritt das "sich kratzen" und "über den Boden schubbeln" vermehrt auf. Die Intervalle der "Kratzeinheiten" sowie die Dauer sind dann erhöht.
Aufgrund der Medikamente, die er nun schon seit 1 1/2 Jahren bekommt, ist er vor allen Dingen morgens, wenn er die Medikamente bekommt, tranig und müde. Oft zuckt er auch mechanisch mit dem Kopf. Die Augen sehen nach der Medikamentengabe abwesend aus.
Das ändert sich zumeist in den Nachmittagsstunden, dann ist er fit, spielt und ist zumeist ausgelassen. Wobei man sagen muss, dass Ovid eher zu den ruhigen Gesellen seiner Rasse zählt.
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31.07.2010 09:34 |
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Silke

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| Oktober 2009 Kontroll-MRT in Giessen |
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Oktober 2009:
Das Kontroll-MRT steht an. Ich muss sagen, mir graute es ein wenig davor.
2 Jahre waren nun vergangen, wo Ovid die lebensentscheidende OP erhalten hatte.
Zwischen bangen und hoffen, dass er danach ein halbwegs vernünftiges Hundeleben leben kann.
Die Narkose hatte er gut überstanden. Uns war unsere Nervosität gut anzumerken. Meine Hoffnung war, dass Ovid endlich, nach all der Zeit, die Medikamente absetzen konnte.
Wir waren überglücklich, als uns Dr. Schmidt erklärte, dass sich alles zu seiner Zufriedenheit entwickelt hatte. Der gestaute Liquor hatte sich leicht zurückgebildet.
Endlich können wir versuchen, die Medikamente langsam abzusetzen.
Und es hat geklappt. Die Kratzattacken sind nicht mehr und nicht weniger geworden.
Was sich geändert hat, sein Ausdruck ist wacher, mobiler. Ja, man kann sagen, er hat Freude am Leben.
Unser Ovid. Noch vor 2 Jahren hatten wir die Befürchtung, er packt es nicht. Heute erfreuen wir uns jeden Tag an dem kleinen Kerl. Er hat Kampfgeist und ich glaube er hat sich nicht eine Sekunde aufgegeben. Er hat still und leise gelitten in seinen Krämpfen und Attacken.
Unser stiller, tapferer Ovid
Nach der OP:

Januar 2008 - Das Fell ist wieder nachgewachsen.
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31.07.2010 09:46 |
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